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Osmoseanlagen für Aquarien

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Aquaristik und Osmoseanlagen

Warum benötigt ein Aquarium eine Osmoseanlage?

Ein Süßwasser- oder Meerwasseraquarium ist für viele Menschen ein Ort der Entspannung. Das Beobachten der Tiere und Pflanzen sorgt für Erholung und wirkt sich positiv auf die Physis und Psyche des Menschen aus. Zierfische, Garnelen und Pflanzen haben zwar unterschiedliche Grundbedürfnisse, sauberes Wasser ist jedoch die Grundlage für das Wohlergehen aller Lebewesen im Aquarium. Ist dies nicht der Fall, können diese bei einer schlechten Wasserqualität schnell erkranken. Viele Fische und Pflanzen sind auf sauberes Wasser und unterschiedliche Wasserwerte angewiesen. Das Wasser in Aquarien wird nicht nur durch die Haltung der Tiere und Pflanzen verschmutzt. Im Leitungswasser, mit denen die Aquarien befüllt werden, gibt es verschiedene schädliche Substanzen wie z.B. Nitrate, Pestizide, Pilze, Viren und Bakterien. Die Grenzwerte für Uran, Nitrit und Nitrat sind für den Menschen und nicht für die Zierfische ausgelegt. Eine Verunreinigung durch diese schädlichen Substanzen im Leitungswasser lässt sich also nicht vermeiden, da ein gewöhnlicher Wasserfilter nicht in der Lage ist diese Stoffe aus dem Wasser zu filtern. Daher sollte sich der Tierliebhaber für eine Osmoseanlage entscheiden. Es handelt sich hierbei um ein physikalisches Wasserreinigungsverfahren, bei dem das mit schädlichen Substanzen verunreinigte Wasser in Osmosewasser, also reines Wasser umgewandelt wird. Dabei werden dem Wasser die schädlichen Inhaltsstoffe entzogen. Es wird durch Wasserleitungs- oder Pumpendruck gegen eine Membran gedrückt, die nur für Wassermoleküle durchlässig ist. Ionen, der im Ausgangswasser gelösten Substanzen, sammeln sich vor der Membran und werden mit Spülwasser fortgeschwemmt. Dadurch teilt sich das Ausgangswasser in zwei unterschiedliche Qualitäten, in Rein- und Abwasser. Durch diese Technik werden 99% der schädlichen Stoffe aus dem Wasser gefiltert.
Wichtig für einen effektiven Betrieb ist die Überwachung der Leistungsfähigkeit der Anlage. So sollte die Leitfähigkeit vor und hinter der Membran regelmäßig gemessen werden. Nach einer bestimmten Betriebsstundenzeit muss die Anlage rückgespült werden, um Ablagerungen von der Membran fortzuschwemmen. Ebenfalls sollte der Filter und die Membranen regelmäßig getauscht werden, so dass ein qualitativ hohes Ergebnis bei der Reinigung erzielt werden kann.
Durch eine Osmoseanlage hat man die volle Kontrolle über die Wasserwerte. Osmosewasser hat eine Wasserhärte von nahezu 0°GH und ist daher extrem weich, wegen des hohen Reinheitsgrades. Außerdem ist es bei einem Säuregrad von 6-7 relativ sauer.
Daher wird es je nach gewünschten Werten und Fischbestand noch mit Aquariumwasser gemischt, wodurch sich beide Wassersorten ideal ergänzen.
Osmosewasser wird auch im Haushalt eingesetzt.
Osmoseanlagen für die Aquaristik unterscheiden sich vor allem in Ihrer Leistung und der daraus resultierenden Menge Osmosewassers. Eine zu kleine Anlage für ein großes Aquarium würde somit wesentlich mehr Zeit zur Reinigung des Wassers in Anspruch nehmen. Die Größe des Aquariums bestimmt also das Modell der Anlage.
Das Wasser aus den Osmoseanlagen ist völlig rein und hat die Qualität natürlicher Quellen. Tieren und Pflanzen wird sauberes Wasser geboten. Da es kein Kalk an den Wänden absetzt, ist es für den Aquarienbesitzer ebenfalls von Vorteil, da dieser das Aquarium seltener reinigen muss.
Um viel Freude am Aquarium und eine hohe Lebensqualität der Aqarienbewohner zu garantieren, ist eine Osmoseanlage notwendig.